Bewertung
Gewöhnlich werden Unternehmen beim Verkauf (im Rahmen einer Newcastle Kosolidierung oder an Dritte) mit einem Multiplikationsfaktor ("Multiple" oder "Price Earnings Ratio") von Umsatz oder Ertrag vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen ("EBITDA") - zuzüglich des Wertes von Immobilien und betriebsnotwendigem Vermögen - bewertet. Manche Käufer ziehen es vor, Immobilien und persönliches Vermögen nicht in den Kauf einzubeziehen. Auch die Wachstumsrate in der Vergangenheit, kurz- und langfristige Verbindlichkeiten und bisheriger Unternehmerlohn bestimmen die Höhe des Verkaufswerts kleinerer Geschäfte. Dazu kommen Branchenbesonderheiten, welche die Bewertung beeinflussen.
Der Multiplikationsfaktor ist ebenfalls von der Branche abhängig. Üblich sind z. B. Faktoren wie das 0,8- bis 1,2fache des Umsatzes oder das 3- bis 5-fache des EBITDA.
Bei privaten Verkäufen an Familienmitglieder oder Mitarbeiter gibt es unendlich viele Motive und Möglichkeiten für die Preisbestimmung. Beim öffentlichen Verkauf wird der Preis dagegen durch Angebot und Nachfrage bestimmt. Dabei kann die Price Earnings Ratio und der mögliche Verkaufspreis vom Verkäufer vor dem Verkauf sowohl durch höheres Wachstum wie durch die Senkung der Kosten verbessert werden. Für die Bewertung des Käufers spielen auch das zukünftige Management und die möglichen Auswirkungen von Kapitalerhöhungen in der Zukunft eine wichtige Rolle.